H. W. Thurmann

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Spätnachmittag auf der Bergehalde, 2015, 140 x 100

Spätnachmittag auf der Bergehalde, 2015, 140 x 100
         

Gegenlicht an der Kuhle, 2015, 60 x 80
Herbstlicher Waldweg, 2012, 50 x 80

Hans Werner Thurmann

1950
1970
1970 - 1978
1976
1978
seit 1978

geboren in Moers
Abitur
Studium an der Kunstakademie Düsseldorf (Joseph Beuys)
Staatsexamen im Fach
"Künstlerisches Lehramt für Gymnasien"
Staatsexamen „Kunstwissenschaft
Arbeit als freischaffender Maler

Ausstellungen u.a. in:

Wien
Köln
Moers
Jever
Duisburg
Leverkusen
Rees
Tuzla

Österreichisches Kulturzentrum Palais Palffy
Galerie Inter Art
Peschkenhaus
Schloß Jever
Galerie Lehmbruck Museum
Forum
Museum Koenraad Bosman
Museum Of Modern And Contemporary Fine Art

Hans Werner Thurmann


Anmerkungen zu meiner Arbeit


Farbe löst Emotionen aus. Diesem Phänomen gehe ich in meiner Arbeit über die Beobachtung der Natur nach, die mir dabei als Farbenreservoire und Kontrollinstanz dient. In meiner Ausbildung habe ich durch ein diszipliniertes Naturstudium meine Wahr- nehmungsfähigkeit gesteigert, d. h. gelernt, das Visuelle durch ein geschultes, also nicht rein subjektives Empfinden zu ergänzen.

Davon lasse ich Betrachter meiner Bilder profitieren, indem ich ihnen ermögliche, ihre Wahrnehmung, also auch ihr Denken und Empfinden zu erweitern. Das setzt eine vorurteilsfreie Haltung voraus, die auch Unerwartetes zuläßt, auch gegen vermeintlich besseres Wissen. Die vielfältigen Farbklänge, die ich aus der sich im natürlichen Lichtspektrum wandelnden Erscheinungsfarbe der Natur herauslese, muß ich im Bildzusammenhang als Pigmentfarbe in anderen Qualitäten und Quantitäten einsetzen. Auf diese Weise vermögen sie im Betrachter die unterschiedlichsten Gefühle hervorzurufen. Manche wird er mit vielen teilen (Kälte-, Wärme- empfinden), andere wiederum allein subjektiv erleben (Heiterkeit, Geborgenheit, Freiheit). Nun kann er die Bilder mit der jeweiligen Naturerfahrung vergleichen, meine Umsetzung auf ihre Glaubwürdigkeit überprüfen und schließlich über die Bilder erfahren, welche Farben oder Farbklänge bei ihm das jeweilige Gefühl auslösen.

Um diese emotionale Wirkung in einer möglichst großen Konzentration zu erhalten, reduziere ich jede davon ablenkende Gegen- ständlichkeit in meinen Landschaftsbildern. Dieses gelingt durch Weglassen von Details, mittels weicher, vereinfachter Konturen und fließender Übergänge. Doch die Farbe läßt das Weggelassene in der Phantasie des Betrachters wieder entstehen. Die emotionale Wirkung der Farbe bleibt so voll erhalten.

Hans Werner Thurmann



 
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